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  • Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden / Bescheinigung des ausführenden Unternehmens

Für energetische Maßnahmen an einem in der EU/ EWR belegenen zu eigenen Wohnzwecken (keine Vermietung!) genutzten eigenen Gebäude ermäßigt sich die Einkommensteuer. Details über Prozentsätze und Höchstbetrag kann ich Ihnen gerne im Beratungsgespräch mitteilen.

Energetische Maßnahmen sind z.B.:

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,
  • Erneuerung der Heizungsanlage,
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung,
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als 2 Jahre sind.

Dies gilt für die Durchführung der Arbeiten ab 1.1.2020 bis 31.12.2029.

Wichtig für den Nachweis dieser Aufwendungen ist eine gesonderte Bescheinigung des / der Fachunternehmen, die die Arbeiten ausgeführt haben. Rechnungsbeträge dürfen nicht bar geleistet werden (nur Überweisungen), anderenfalls entfällt die steuerliche Berücksichtigung. Details dazu gerne auf Anfrage.

 

  • Steuererklärungsfrist für das Kalenderjahr 2020

Aufgrund der Corona Pandemie wurden die Fristen für die Übermittlung der Steuererklärungen 2020 u.a. für durch einen Steuerberater vertretene Steuerpflichtige bis 31.05.2022 verlängert. Für später übermittelte Steuererklärungen werden Verspätungszuschläge erhoben. Zinsen (Erstattungs- und Nachzahlungszinsen) werden infolge der Verlängerung erst ab 1.7.2022 berücksichtigt.

 

  • Zinsen für Steuer-Erstattungen oder Steuer-Nachzahlungen für alle Steuerpflichtigen

Aufgrund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 8.7.2021 hat die Finanzverwaltung die Zinsberechnung ab 1.1.2019 ausgesetzt. Der Gesetzgeber ist verpflichtet bis 31.7.2022 eine Neuregelung für die Zeiträume ab 2019 zu treffen. Der Zinssatz von 0,5% pro Monat ist nicht mehr zeitgemäß.

 

  • Pflichtveranlagung wegen des Bezugs von Kurzarbeitergeld

Eine Einkommensteuererklärung ist abzugeben, wenn im Kalenderjahr Lohnersatzleistungen von insgesamt mehr als 410€ zugeflossen sind. Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, wird allerdings in den Progressionsvorbehalt (zur Ermittlung des individuellen Steuersatzes) mit einbezogen. Dies gilt z.B. für Kranken- / Elterngeld.

Dieser individuelle Steuersatz wird aber nur auf das tatsächlich steuerpflichtige Einkommen (d. h. ohne Kurzarbeitergeld) angewendet. Dadurch ergibt sich ein höherer Steuersatz für das restliche Einkommen, wodurch es zu Nachzahlungen kommen kann. Aus diesem Grund gilt hier die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung.

 

  • Grundsteuerreform

Die Umsetzung der Grundsteuerreform nimmt Gestalt an. In 2022 müssen für eigene Immobilien auf den sog. Hauptfeststellungszeitpunkt 1.1.2022 Feststellungserklärungen (Art einer Steuererklärung) an das zuständige Finanzamt elektronisch bis 31.10.2022 in allen Bundesländern übermittelt werden.

Die Mehrheit der Bundesländer plant die Steuerpflichtigen über diese Pflicht zu informieren.

 

  • Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Der infolge der Corona-Pandemie erhöhte Entlastungsbetrag auf 4.008 € soll dauerhaft ab 2022 weiter gelten.

 

  • Nutzungsdauer von Computer- Hard- und Software verkürzt

Bestimmte digitale Wirtschaftsgüter können rückwirkend zum 1.1.2021 sofort abgeschrieben werden. Damit wird die Nutzungsdauer für Computer von 3 Jahren auf 1 Jahr verkürzt.

 

  • Minijob und neuer Mindestlohn ab 1.1.2022

Infolge der Erhöhung des Mindestlohns zum 1.1.2022 muss z.B. die zu leistende Stundenzahl angepasst werden. D. h. der Arbeitsvertrag ist zu ändern. Weitere Informationen finden Sie z.B. im Internet bei der Minijob-Zentrale. Dies gilt auch für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse (z.B. Haushaltshilfe oder Gärtner).

 

Diese Punkte sind lediglich eine Auswahl der Neuerungen im Steuerrecht und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es treten u.a. durch das jährliche Jahressteuergesetz eine Vielzahl von Änderungen ein, teilweise auch bedingt durch die Corona-Pandemie. Alle Regelungen können an dieser Stelle nicht dargestellt werden. Daher kann die persönliche Situation nur durch eine steuerliche Beratung oder im Rahmen der Erstellung der Steuererklärungen geklärt werden.

 

Weiterführende Details zu den einzelnen Punkten können wir Ihnen gerne im persönlichen Beratungsgespräch erläutern.

 

Disclaimer:

Diese Informationen ersetzen keine steuerliche Beratung – es handelt sich um allgemeine Aussagen. Jeder Sachverhalt ist gesondert zu prüfen.

 

Tel: 0331/6012 8770
Fax: 0331/6012 8779
Email: doehler@steuerkanzlei-doehler.de

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